Neue Entwicklung: Kryptohandel in Deutschland kommt voran

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Die Diskussionen um Kryptowährungen reißen nicht ab. Einige Länder verbieten sie, andere Länder wagen den Versuch, die digitale Währungsform in den Alltag flächendeckend zu integrieren. In Deutschland starten verschiedene Finanzinstitute damit, das Projekt, Bitcoin & Co. in ihr Portfolio aufzunehmen. Die ersten Banken öffnen sich für die alternative Zahlungsform und bringen damit die Digital Coins in die Mitte der Gesellschaft.

Russland und China setzen ein Kontra-Zeichen gegen Kryptowährungen. Aus Angst, die regierungsunabhängige Zahlungsform könnte eine Eigendynamik entwickeln und die Pläne der Regierung durchkreuzen, haben die landeseigenen Finanzinstitute der Digitalwährung einen Riegel vorgeschoben. Amerika und die Schweiz zeigen dagegen, dass zwei verschiedene Währungsformen parallel existieren und genutzt werden können. In den Vereinigten Staaten etablierte die Supermarktkette Walmart Geldautomaten, die den Kunden erlauben, Dollars gegen Bitcoin zu tauschen. Die Schweiz besteuert das digitale Geld sogar und belegt damit, dass es als vollwertiger Teil der Finanzwelt anerkannt wird.

Die Optionen, wo Bitcoins kaufen unkompliziert möglich ist, hat sich damit vom reinen Schürfen auf neue Alternativen erweitert. In Deutschland scheint der Entwicklungsprozess nur langsam voranzugehen, doch haben sich erste Finanzinstitute dazu entschieden, Kryptowährung mehr Raum zu geben. Obwohl in der Vergangenheit starke Kursschwankungen zu verzeichnen waren und der Wert unbeständig schien, müssen sich die Verantwortlichen bewusstwerden, dass das Ignorieren der digitalen Währung fahrlässig wäre.

Große Banken in der Vorreiterrolle

Die traditionelle Finanzgröße Sparkasse war eine der ersten Institutionen, die sich der Thematik vorsichtig annäherte. Nach anfänglicher Unschlüssigkeit traf nun der Vorstand Anfang des Jahres die Entscheidung, digitale Geldbörsen und den Handel mit Bitcoin und Ethereum für die Kunden einzuführen. Die Sparkasse setzt damit ein klares Statement. Es werden Zeit, Geld und Arbeitskräfte investiert, damit Kunden zukünftig Kryptowährung in ihren Alltag einbinden können. Aufgrund eines Kundenstamms von rund 50 Millionen Sparern erhalten Bitcoin und Co. einen gehörigen Push, was den Bekanntheitsgrad in der breiten Masse betrifft. Beschäftigte sich bisher eine ausgewählte Nische mit dem Thema, wird jetzt eine neue Zielgruppe aktiviert.

Neben der Sparkasse setzt auch die Volksbank Raiffeisenbank auf die Integration. Mit dieser Entscheidung bekommen 174.000 Kunden die Chance, ihr Geld in Kryptowährungen zu investieren oder anzulegen. Als finanzielle Vorsorge gehört der digitale Coin neben Immobilien oder Anlagevermögen zu einer gefragten Variante, die eigene Zukunft abzusichern. Zunächst will die Volksbank jedoch nur Bitcoin anbieten, da sie von Experten als sicherste Währung ihrer Art gehandelt wird.

Schritt für Schritt

Beiden Banken stießen bei ihren Kunden mit den Zukunftsplänen auf positive Resonanz. Die Sparkasse und die Volksbank Raiffeisenbank sind somit deutlich als Vorreiter zu bestimmen, doch die Mitbewerber machen sich auf den Weg, um den Anschluss nicht zu verlieren. Die Commerzbank hat jüngst die Verwahrlizenz bei der BaFin beantragt, die Geschäftskunden das Anlegen von Kryptowährungen erlauben soll. Ob sich das Angebot in absehbarer Zeit auf den Privatsektor erweitern wird, ist nicht bekannt.

Kryptowährungen haben zweifellos ihr Schattendasein verlassen und erreichen durch die neusten Entwicklungen mehr Menschen als je zuvor. Wie sich der Kurs der Coins dadurch entwickeln wird, bleibt abzuwarten und beschäftigt die Experten. Eine positive Tendenz ist zu verzeichnen: Grundlegend stehen die Deutschen dem wegweisenden Finanzthema sehr aufgeschlossen gegenüber.