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Die Schweizer Nationalbank wird wohl den Leitzins erhöhen

Leitzinsen werden weltweit als ein Werkzeug genutzt, um den Geldfluss zu beinflussen. Die Europäische Zentralbank (EZB) oder auch die amerikanische Federal Reserve (FED) sind die Institute, welche die grösste Auswirkung auf den Finanzmarkt haben. Die Schweiz spielt eine ganz besondere Rolle in der globalen Finanzwelt. Sie sind sowohl wichtig als Wertschöpfer für das schweizer Bruttoinlandsprodukt als auch für die internationale Stabilität.

Was ist der Leitzins?

Der Leitzins gibt an, wie teuer es für die Banken ist, Geld zu leihen. Steigt der Leitzins an, wird es für die Finanzinstitute teurer, Geld bei der Zentralbank anzufragen. Die Nachfrage an Geld sinkt in der Regel. 

Auswirkungen eines steigenden Leitzinses

Plant eine Zentralbank, den Leitzins zu erhöhen, werden alle Industrie- und Dienstleistungsbranchen sehr hellhörig. Aktuell befindet sich der Leitzins auf einem absoluten Tiefpunkt. Das Leihen von Geld ist eigentlich gratis. Der Zinssatz liegt bei null. Doch äussere globale Umstände führen dazu, dass trotzdem wenig Geld geliehen wird und die Wirtschaft und die Verbraucher auf Standby-Modus geschalten haben.

Hoher Leitzins gut für Sparer

Sparer können wieder schmunzeln, wenn der Leitzins angehoben wird. Aktuell investieren mehr Menschen an der Börse, weil es auf das Geld im Tagesgeldkonto einfach keine Zinsen gibt. Mit höherem Leitzins steigt auch wieder der Zinssatz bei Finanzprodukten an und es ist wahrscheinlich, dass wieder mehr Menschen auf Sparprodukte umsteigen, um Geld zu verwahren. 

Effekt auf die Gamingbranche gering

Anbieter in der Gaming Branche setzen bereits seit einiger Zeit vermehrt auf digitale Währungen. Die Kurse der regulären Währungen haben auf die Kryptowährungen wenig Einfluss. Kryptowährungen werden immer häufiger eingesetzt und besonders in der Schweiz gut akzeptiert. Im Gaming werden zum Beispiel In-Game-Käufe immer häufiger mit Ethereum oder anderen Coins getätigt. Es kann auch bei Online Casinos in der Schweiz um Echtgeld gespielt werden, wenn digitale Währungen verwendet werden. Trotz der hohen Volatilität sind Kryptowährungen schliesslich bares Geld wert und diese speziellen Währungen setzen sich immer mehr als Alternative zu Euro oder Franken bei den Spieleplattformen durch. Die digitalen Münzen werden nicht zentral geregelt und basieren auf der Blockchain. Steigt oder fällt der Leitzins hat dies wenig Einfluss auf die Wertigkeit von Bitcoin und Co..

Bauen wird teurer

Eine Branche, die wohl schnell einen negativen Effekt bemerken wird, ist die Baubranche. Noch nie waren Kredite für Eigentumswohnungen und das erste Eigenheim so billig wie gerade jetzt. Ein Grund, warum Verbraucher vermehrt das Abenteuer Hausbau in Angriff genommen haben. Mit den steigenden Zinsen wird das Geldleihen wieder teurer. Was zur Folge hat, dass weniger Menschen sich das eigene Haus leisten können. Bereits abgeschlossene Kredite und deren Rahmenbedingungen können glücklicherweise nachträglich nicht verändert werden. Doch alle, die einen neuen Kredit aufnehmen wollen, werden die Veränderung bemerken.

Start-Ups werden leiden

Viele Menschen versuchen sich in der Selbstständigkeit. Die eigene Verwirklichung oder einfach die Notwendigkeit, den eigenen Arbeitsplatz zu schaffen, führen dazu, dass Start-Ups gegründet werden. Nicht immer reicht das Geld auf dem Sparkonto für die Businesspläne aus. Geld muss geliehen werden und das wird mit dem steigenden Leitzins in Europa und den USA schwieriger. Die Kredite kosten einfach mehr. Das wird schlussendlich zur Folge haben, dass weniger Menschen den Anreiz verspüren, sich selbstständig zu machen. 

SNB bleibt defensiver als die EZB

Laut Aussagen der EZB ist die Erhöhung des Leitzinses bereits von langer Hand geplant, um die rasant steigende Inflation zu bremsen. Die Teuerung wird vor allem durch die Knappheit von Energieressourcen ausgelöst und ist weltweit zu spüren. Die Europäische Zentralbank beschleunigt nun die Umsetzung des Plans und will bereits in den kommenden Monaten den Leitzins anheben, viel früher als eigentlich gedacht. Die Schweizer Nationalbank bleibt dagegen etwas mehr in der Defensive und möchte erstmal abwarten, wie die Massnahmen der EZB wirken. 

Noch hat die Schweiz einen Vorteil gegenüber dem restlichen Europa und den USA. Die Inflationsrate steigt wesentlich langsamer an, doch viele bemängeln das Zögern des SNB. Erst Ende 2023 könnten die SNB-Leitzinsen wieder aus dem Negativ auf die Nullmarke steigen. Viel zu spät, wie viele Stimmen bemerken.

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Tanja Schiller
Tanja Schillerhttps://cnnmoney.ch
Mein Name ist Tanja Schiller. Ich bin 28 Jahre alt und gehe hier bei CNNMoney meiner Berufung, dem redaktionellen Schreiben, nach. Dabei will ich Ihnen dem Leser nicht nur aktuelle News vermitteln, sondern auch Produkte auf Herz und Nieren testen und schauen, ob sie wirklich halten was sie versprechen!
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