Weltunternehmertag: Wirtschaftliche Frauen-Power für eine gesunde Zukunft / Junge Unternehmerinnen in Ostafrika verbessern den Zugang zu reproduktiver Gesundheit und schaffen Arbeitsplätze

Hannover/Berlin (ots) –

Was möglich wird, wenn junge Frauen die Mittel erhalten, ihre eigenen Lösungen zu gestalten, zeigt sich in Ostafrika. Dort fördert das Programm POWER innovative FemTech- und Gesundheits-Start-ups, die darauf abzielen, frauenspezifische Versorgungslücken im Gesundheitsbereich zu schließen. „Wenn eine junge Frau aus ihrer Idee ein erfolgreiches Unternehmen macht, verändert sie weit mehr als ihre eigene Zukunft. Sie schafft Arbeitsplätze, macht Gesundheitsangebote für ihre Gemeinschaft zugänglich und zeigt der nächsten Generation von Frauen, was auch sie aufbauen können.“ erklärt Sebastian Tripp, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW), die POWER gemeinsam mit der Partnerorganisation Action 4 Health Uganda 2022 gestartet und 2024 auf DSW Tansania ausgeweitet hat. Heute sind 75 dieser Start-ups über alle Kohorten hinweg aktiv. Bis letztes Jahr schufen die POWER-Unternehmerinnen bereits 135 Arbeitsplätze und erreichten mehr als 16.000 Menschen mit Produkten, Dienstleistungen und Informationen. Zwei weitere Kohorten sind inzwischen gestartet.

POWER steht für Providing Opportunities for Women in Entrepreneurship & Reproductive Health (Chancen für Frauen in den Bereichen Unternehmertum und reproduktive Gesundheit schaffen) und folgt einer einfachen Logik: In Ostafrika haben viele Menschen kaum Zugang zu Verhütung, Menstruations- und Müttergesundheit, und auch öffentliche Angebote decken den Bedarf nicht. POWER hilft Frauen zwischen 18 und 30 Jahren, genau die Unternehmen aufzubauen, die diese Lücke schließen. Sie erweitern das Angebot, schaffen durch verlässliche Informationen Nachfrage und erreichen so Menschen, die herkömmliche Programme nicht erreichen.

Wie viel Potenzial darin steckt, zeigt die Geschichte von Joan Patience Atuhaire, Gründerin des ugandischen FemTech-Unternehmens Simply Hers. Mit ihrer digitalen Plattform ermöglicht sie jungen Menschen einen diskreten Zugang zu Verhütungsmitteln, Menstruationsprodukten und verlässlichen Gesundheitsinformationen. „Zu oft schweigen junge Frauen über ihre gesundheitlichen Bedürfnisse, weil sie Angst vor Stigmatisierung haben oder die nötigen Angebote nicht erreichen können“, sagt Joan Patience Atuhaire. „Mit Simply Hers wollen wir diese Barrieren abbauen. POWER hat mir gezeigt, dass aus einer Idee ein Unternehmen werden kann, das nicht nur wirtschaftlich erfolgreich ist, sondern das Leben vieler Menschen verbessert.“

Frauen stoßen oft auf größere Hürden beim Zugang zu Kapital, Netzwerken und Märkten. Ein besonderes Merkmal des POWER-Programms ist, dass die Frauen das Ökosystem selbst aufbauen. Über den von Absolventinnen geführten Multi-Sectoral Investment Fund erhalten Gründerinnen Zugang zu Kapital. Ehemalige Teilnehmerinnen werden zu Investorinnen und Mentorinnen für die nächste Kohorte. So bleiben Wissen, Erfahrung und Finanzierung in den Händen von Frauen und lokal verankert.

Zum Weltunternehmertag ruft die DSW dazu auf, das Potenzial junger Unternehmerinnen anzuerkennen und zu fördern. Denn, so die POWER-Bilanz von Sebastian Tripp: „Frauen beim Aufbau eines Unternehmens zu unterstützen, ist eine der sichersten Investitionen überhaupt, für ihre Wirtschaft, ihre Gemeinschaft und ihre eigene Gesundheit.“

Weitere Informationen: www.dsw.org/power/

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Quelle: ots