Teltow (ots) –
Franchise-Modelle versprechen einen vergleichsweise sicheren Weg in die Selbstständigkeit: eine bekannte Marke, ein erprobtes Konzept, klare Prozesse. Doch 2026 hat sich das Umfeld spürbar verändert. Steigende Kosten, strengere Vorgaben der Systemgeber und wachsende Abhängigkeiten stellen Gründer vor neue Risiken. Wer heute ein Franchise übernimmt, kauft nicht nur Chancen, sondern auch Verpflichtungen, die unternehmerische Freiheit deutlich einschränken können.
Franchising kann sehr gut funktionieren – aber nur, wenn Gründer das System wirklich verstehen und nicht nur auf den Markennamen setzen. Nachfolgend erfahren Sie, welche Fragen Gründer vor Vertragsabschluss stellen müssen und in welchen Fällen das vermeintliche Erfolgsmodell zum Bumerang wird.
Schulung und Systemverständnis als Fundament
Ein zentraler Prüfpunkt ist das Schulungs- und Einarbeitungskonzept des Franchisegebers. Interessenten sollten sich nicht mit allgemeinen Aussagen zufriedengeben, sondern gezielt nach Inhalten, Dauer und Struktur fragen. Entscheidend ist, ob das vermittelte Wissen praxisnah ist und den Gründer realistisch auf den operativen Alltag vorbereitet. Ebenso relevant ist die Frage, welche Faktoren bei bestehenden, erfolgreichen Franchise-Partnern nachweislich zum Erfolg beigetragen haben. Unterschiede zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Partnern liefern oft wertvolle Hinweise auf die tatsächliche Qualität des Systems.
Unterstützung nach dem Start: Anspruch und Realität
Darüber hinaus spielt die Betreuung nach dem Markteintritt eine maßgebliche Rolle. Viele Gründer unterschätzen, wie wichtig eine verlässliche Begleitung in den ersten Monaten ist. Deshalb sollte vor Vertragsabschluss klar sein, wer der zentrale Ansprechpartner in der Franchisezentrale ist, wie regelmäßig der Austausch stattfindet und welche konkreten Unterstützungsleistungen vorgesehen sind. Persönliche Besuche, strukturierte Calls oder standardisierte Auswertungen sind keine Selbstverständlichkeit, sondern müssen aktiv angefragt werden.
Kundengewinnung als kritischer Erfolgsfaktor
Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Kundengewinnung. Unabhängig vom Geschäftsmodell gilt auch im Franchise: Ohne Kunden kein Umsatz. Gründer sollten daher genau prüfen, welche Marketing- und Vertriebsinstrumente tatsächlich zur Verfügung stehen und in welchem Umfang sie nutzbar sind. Die Spannbreite reicht von zentral gesteuerten Kampagnen bis hin zu lokalen Maßnahmen. Entscheidend ist, ob das System den Franchise-Partner dabei unterstützt, nachhaltig Nachfrage zu erzeugen und diese professionell zu bedienen.
Wenn das System zum Risiko wird
Der Einstieg in ein Franchise erfolgt meist mit dem Ziel, typische Anfängerfehler zu vermeiden, schneller zu lernen und zügig wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Bleiben Schulung, Unterstützung oder Austausch jedoch aus, kann sich dieses Versprechen ins Gegenteil verkehren. In der Praxis zeigt sich, dass manche Partner nicht ausreichend eingearbeitet werden, kein zugängliches Handbuch erhalten oder nach Vertragsunterzeichnung kaum noch betreut werden. Auch ein fehlender Austausch unter den Partnern oder ein angespanntes Systemklima können die Entwicklung erheblich erschweren.
Franchise ist daher weder per se sicher noch grundsätzlich riskant. Ausschlaggebend ist die Qualität des Systems und die Bereitschaft des Gründers, vorab kritisch zu prüfen. Wer die richtigen Fragen stellt, Strukturen hinterfragt und Unterstützung konkret einfordert, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass aus dem Franchise-Einstieg kein Bumerang, sondern ein tragfähiges Geschäftsmodell wird.
Über Jana Jabs:
Jana Jabs ist Franchise-Expertin und begleitet Unternehmen bereits seit mehr als zehn Jahren beim Aufbau einer digitalen Wissenssammlung. Als Franchise-Beraterin unterstützt sie Unternehmer dabei, ein nachhaltiges Franchise-System aufzubauen und ihr Business-Wissen digital als Handbuch abzubilden und allen Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen. Weitere Informationen dazu unter: https://www.franchisemacher.de/
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Quelle: ots
