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Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Bauindustrie: Das Potenzial ist noch längst nicht ausgeschöpft

Von der Rekord-Inflation über den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und die Corona-Pandemie bis hin zum Klimawandel: Die aktuellen Krisen machen auch vor der Bauindustrie nicht halt, wie eine aktuelle Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland (PwC) zeigt. Im Interview erklären Rebekka Berbner, Partnerin bei PwC Deutschland, und Dr. Martin Nicklis, Director bei PwC Deutschland, wie die Herausforderungen die Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsbestrebungen der Branche beeinflussen.

Die Baubranche ist vergleichsweise glimpflich durch die Pandemie gekommen. Nun gerät sie zunehmend unter Druck. Woran liegt das?

Rebekka Berbner: Bis vor kurzem galt noch: Volle Auftragsbücher, stabile Kosten, niedrige Zinsen, keine Beeinträchtigung durch Baustellen-Lockdowns in der Pandemie. Die Rahmenbedingungen der letzten Jahre waren für die deutsche Bauindustrie tatsächlich sehr förderlich. Dies hat sich nun aufgrund von Material- und Personalengpässen, dem neuen Zinshoch sowie steigenden Baupreisen geändert. In unserer Studie „Die Bauindustrie in anspruchsvollen Zeiten (https://www.pwc.de/de/managementberatung/capital-projects-and-infrastructure/herausforderungen-der-deutschen-bauindustrie.html)“ können wir gleich mehrere Herausforderungen aufzeigen.

Welche zum Beispiel?

Berbner: Mehr als die Hälfte der befragten Bauunternehmen gibt an, dass sie die Folgen der derzeitigen geopolitischen Krisen deutlich zu spüren bekommen. Die überwiegende Mehrheit klagt vor allem über die Volatilität von Preisen oder Störungen in der Lieferkette. Verschärfend hinzu kommen wegfallende Projekte, die zu Umsatzeinbrüchen führen. Hier wird deutlich: Die Aussichten in der Branche sind düster, der Kostendruck immens. Dabei stehen mit dem hohen Bedarf an neuen Wohnungen und der Erneuerung der Infrastruktur im Sinne der Energie- und Verkehrswende und der Digitalinfrastruktur wirklich wichtige Projekte auf dem Zettel der Branche.

Apropos. Die Zettelwirtschaft der Branche ist legendär. Demgegenüber ist die Digitalisierung zentral, wenn es um Transformation und Effizienzsteigerung geht. Wie steht es um die digitale Baustelle?

Martin Nicklis: Das Potenzial ist enorm, die Realisierung stockt. Oder anders gesagt: Bauunternehmen erkennen zwar die Chancen, es hapert jedoch an der Umsetzung. Laut den Befragten ist der Fachkräftemangel das größte Problem: Mitarbeiter verfügen oftmals nicht über die erforderlichen Fähigkeiten, um digitale Lösungen effizient umzusetzen. Zum anderen mangelt es an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Auf lange Sicht wird eine strategische Priorisierung der Mitarbeitenden und die stärkere Investition in die Förderung von Lernmöglichkeiten einen entscheidenden Einfluss auf den erfolgreichen Einsatz digitaler Technologien wie zum Beispiel Laserscanning, Virtual Reality, Robotik, KI, Cloud-Lösungen oder 3D Druck haben. Die Digitalisierung hat auch eine Schattenseite. Unserer Studie zufolge sehen drei Viertel der Befragten in der Cybersicherheit eine Hürde, denn der Ausbau einer digitalen Infrastruktur im Unternehmen birgt auch ein erhöhtes Risiko für virtuelle Attacken.

Wie könnten konkrete Maßnahmen aussehen, um die Digitalisierung der Bauindustrie weiter voranzutreiben?

Nicklis: Wir müssen zunächst einmal zwischen dem Digitalisierungsgrad einzelner Prozesse differenzieren: Während Bauunternehmen in der Planung und Verwaltung von Bauprozessen bereits gut aufgestellt sind und zunehmend digital gearbeitet wird, ist die Arbeit auf der Baustelle noch sehr analog. Um die Potenziale der Digitalisierung optimal zu nutzen, müssen die einzelnen Prozesse und Gewerke effektiv miteinander vernetzt und eine verstärkte Zusammenarbeit aller Prozessbeteiligten vorangetrieben werden – etwa mittels Building Information Modeling (BIM) oder Lean Construction.

Die deutsche Bauindustrie braucht pragmatische Lösungen: Der erste Ansatzpunkt zur Optimierung liegt in der Etablierung einer erlebbaren digitalen Kultur sowie einer entsprechenden Aus- und Weiterbildungsoffensive. Bereits heute ist der Fachkräftemangel auf den Baustellen und in den Planungsbüros allgegenwärtig. Er wird sich – Stichwort: demografische Krise – auch weiter verschärfen, sofern die mitunter harte körperliche Arbeit nicht durch den Einsatz automatisierter Technologien abgemildert wird. Zudem muss das Handwerk wieder attraktiver für den Nachwuchs werden. Kurzum: Die Rekrutierung neuer Kolleg:innen sowie die Weiterbildung und Förderung der Mitarbeitenden spielen eine fundamentale Rolle, um den Ausbau einer digitalen Infrastruktur zu beschleunigen.

Gibt es ein konkretes Beispiel für diese digitale Infrastruktur?

Berbner: Building Information Modeling (BIM) zählt zu den wichtigsten Impulsgebern und technologischen Innovationen in der Branche, wenn es um die Digitalisierung von Bau- und Planungsprozessen geht. Die resultierenden Vorteile sind erheblich, doch es mangelt an konkreten Maßnahmen für den umfassenden Einsatz. Bauunternehmen können das volle Potenzial erst dann ausschöpfen, wenn sie sich digitalen Ökosystemen gegenüber öffnen und diese gezielt vorantreiben. Nicht außer Acht zu lassen ist auch die Rolle von Start-ups, die mit innovativen Lösungen für die Bauindustrie Unterstützung bei der Digitalisierung bieten können.

Während die Branche in Sachen Digitalisierung stagniert, nimmt Nachhaltigkeit zunehmend Fahrt auf. Warum müssen sich Bauunternehmen beim Thema Nachhaltigkeit dennoch für die Zukunft wappnen?

Nicklis: Der hohe Stellenwert von Nachhaltigkeitsstandards in der Bauindustrie wird in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Viele Baumaterialien zählen zu den größten CO2-Emittenten. Zudem verursachen Bauprojekte große Mengen an Schutt und anderen Bauabfällen. Das setzt Bauunternehmen zunehmend unter Druck, den wachsenden Anforderungen an Nachhaltigkeitsinitiativen gerecht zu werden. Gleichzeitig bietet der notwendige Wandel große Innovationsanreize. Der Fokus auf nachhaltige Werkstoffe und Bauweisen könnte diese Risikolandschaft verändern und einen erheblichen Beitrag leisten, um CO2-Emissionen zu senken und Ressourcen zu schonen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Holz-Hybridbauweise, um etwa energieintensiven Stahl zu ersetzen. Hier geht es aber aktuell noch nicht über wenige Vorzeigeprojekte nicht hinaus.

Berbner: Das stimmt. Die erste Hürde für den Sprung in die Praxis bleibt die Verankerung des ESG-Managements sowohl auf Unternehmens- als auch auf Projektebene. Die Schaffung von klaren Verantwortlichkeiten für ESG-Themen könnte entscheidend sein, um das große Energiespar- und Klimaschutzpotenzial in der Branche voranzutreiben.

Pressekontakt:
„PwC“ bezeichnet hier die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,die eine Mitgliedsgesellschaft der PricewaterhouseCoopers International Limited (PwCIL) ist. Jede der Mitgliedsgesellschaften der PwCIL ist eine rechtlich selbstständige Gesellschaft.
Quelle: ots

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