Berlin, Deutschland (ots) –
Bei der Vorstellung in Berlin präsentierte das Gründerteam um CEO Bernhard Schindler und Dr. Alexander Chaloupka die Business-Plattform swipecor, den KI-Businessagenten swAIper und die Desktop-Anwendung swipeTop. Wolfgang Bosbach, Britta Hübner, Julien Backhaus und Wolfgang Kubicki diskutierten zuvor über den Wandel des Netzwerkens. Nach einer zweiwöchigen Expansionsphase soll das System am 1. Oktober in Zentraleuropa an den Start gehen. Vorgestellt wurde es in Berlin mit Blue Carpet und 100 Ehrengästen.
Die Kampfansage kam vom Moderator: LinkedIn könne sich warm anziehen, warf Leif Ahrens bei der Vorstellung von swipecor provokant ein. Ein Satz, der den Anspruch des Abends auf den Punkt brachte. Im UCI Luxe an der Berliner East Side Gallery stellte das Unternehmen am 15. September eine Plattform vor, die geschäftliche Vernetzung stärker auf konkrete Geschäftsanbahnung ausrichten will: weniger wahlloses Kontaktesammeln, mehr passende Kunden, Partner und unternehmerische Möglichkeiten.
Dahinter steht eine grundsätzliche Frage: Was nützen Hunderte Kontakte, eine volle Inbox und hunderte Messages, wenn im entscheidenden Moment der richtige Ansprechpartner fehlt? Die Antwort der Gründer ist kein weiterer digitaler Unternehmerclub. Provkant formuliert: Netzwerken ist Tod, so Bernhard Schindler: „swipecor verbindet weltweit erstmals Unternehmensauftritte, geschäftliche Kommunikation, digitale Veranstaltungen und KI-gestütztes Matching in einem System.“ Die Plattform, die genau entgegengesetzt arbeitet als LinkedIn, richtet sich direkt an Unternehmen und dahinter Mitarbeiter und Teams, die sie für ihre geschäftliche Tätigkeit passgenau nutzen.
Vom Bundestag über Restrukturierungen bis zum digitalen Wahlkampf
Bevor die Technologie die Bühne übernahm, ging es um das, was sie unterstützen soll: Beziehungen zwischen Menschen. Die vorgeschalteten Gespräche näherten sich dem Netzwerken aus vier unterschiedlichen Perspektiven.
Mit Wolfgang Bosbach stand das Netzwerken im Bundestag im Mittelpunkt. Der Blick auf persönliche Kontakte im politischen Betrieb führte zu einer Frage, die auch für Unternehmer relevant ist: Wie entstehen belastbare Verbindungen zwischen Menschen mit unterschiedlichen Interessen – und welche Bedeutung hat das persönliche Gespräch? Restrukturierungsexpertin Britta Hübner brachte die unternehmerische Perspektive ein. Das Thema: Netzwerke innerhalb und außerhalb eines Unternehmens, insbesondere in Phasen der Veränderung und Restrukturierung. Hier erhält die Frage nach den richtigen Ansprechpartnern eine besondere Dringlichkeit. Es geht nicht nur um neue Bekanntschaften, sondern um Zugang zu Kompetenz, Unterstützung und tragfähigen Lösungen.
Verleger Julien Backhaus beleuchtete das Netzwerken aus Sicht der Medien- und Verlagswelt. Im Mittelpunkt standen persönliche Beziehungen, Sichtbarkeit und der Wandel von einer durch Print geprägten Öffentlichkeit hin zur digitalen Kommunikation. Wie verändert sich geschäftliche Vernetzung, wenn Aufmerksamkeit schneller entsteht, aber ebenso schnell wieder verschwindet? Mit Wolfgang Kubicki richtete sich der Blick schließlich auf das Spannungsverhältnis zwischen persönlichen Netzwerken und sozialen Medien. Thema war die politische Kommunikation in einer Zeit, in der sich öffentliche Wahrnehmung innerhalb von Sekunden verändern kann – mit möglichen Folgen bis hin zum Wahlerfolg. So entstand der inhaltliche Rahmen für die anschließende Produktvorstellung: Wie lässt sich die Qualität persönlicher Vernetzung mit den Möglichkeiten digitaler Technologie verbinden?
Vier Gründer, zehn Monate Entwicklung, 8.000 Stunden und die Teams hinter dem System
Nach dem Film „swipecor – der Film“ und der Vorstellung des Live Systems kamen die vier Gründer auf die Bühne: CEO Bernhard Schindler, CTO Dr. Alexander Chaloupka, CMO Josef Köppl und CFO Jannis Brendel. Gemeinsam stellten sie die Teams vor, die an der Umsetzung gearbeitet hatten. Die technische Entwicklung verantwortete durch Auftragsvergabe intive aus Regensburg, mit Matthias Brunner und 20O Entwicklern. Und dies geht so weiter, denn man will großes Erreichen und die Liste aller Ideen ist lange.
Nach Angaben der Gründer entstand das vorgestellte System dort in den vergangenen zwölf Monaten 24/7. Auf Marketingseite und der Entwicklung von Layout und Design wurde das Team der Vision Agency Group mit Anna und Andrea Banic aus Leverkusen vorgestellt. Damit rückten neben der Geschäftsidee auch die Menschen hinter dem Produkt in den Mittelpunkt: das Gründerteam, die technische Entwicklung und die Markenkommunikation. Und sicherlich einzigartig, wie Alexander Chaloupka formulierte: „ohne einen Euro an Verwaltung, da alle Founder fest im Sattel stehen.“ Schindlers Anspruch reicht dabei über die Digitalisierung einer Kontaktliste hinaus. In einem bereits vor dem Launch veröffentlichten Interview beschrieb er die Idee so: „Ein Netzwerk kann mir sagen, wen ich kenne. Das neue System soll mir zunehmend sagen, wen ich kennen sollte – und warum.“
So funktioniert swipecor
Der Einstieg beginnt mit einem persönlichen Account und dem eigenen Space – dem digitalen Unternehmensauftritt. Dort werden das Unternehmen, seine Leistungen und seine geschäftlichen Interessen dargestellt. Für die Einrichtung lässt sich die Unternehmenswebsite hinterlegen; daraus erstellt das System einen Profilentwurf, den der Nutzer prüfen und veröffentlichen kann. Die entscheidende Rolle übernimmt swAIper. Der KI-Businessagent soll Unternehmensinformationen, Angebote und aktuelle Bedürfnisse zusammenführen und daraus relevante Geschäftsmöglichkeiten ableiten. Es geht also nicht allein darum, zwei Unternehmen derselben Branche vorzuschlagen. Entscheidend ist, ob das Angebot des einen zum konkreten Bedarf des anderen passt.
Ein denkbarer Anwendungsfall: Ein Unternehmen sucht einen Vertriebspartner für eine neue Region. Statt eine lange Liste vermeintlich geeigneter Firmen selbst durchzuarbeiten, soll es passende Vorschläge erhalten. swAIper übernimmt dabei die Suche und Vorauswahl – die geschäftliche Entscheidung bleibt beim Menschen. Auch außerhalb von swipecor wird hoch intelligent binnen weniger Sekunden gesucht und gefunden. Die Bedienung folgt einer einfachen Logik: Vorschläge lassen sich mit einem Swipe bewerten. Besteht auf beiden Seiten Interesse, entsteht ein Match, aus dem ein direktes Gespräch werden kann. Der angestrebte Unterschied liegt damit nicht in einer möglichst großen Zahl gespeicherter Kontakte, sondern in deren Relevanz für die nächste unternehmerische Entscheidung.
swipeTop bringt das System an den Arbeitsplatz
Neben der App wurde in Berlin swipeTop vorgestellt. Die Desktop-Anwendung bündelt Unternehmens-Space, Mitarbeiter, Empfehlungen von swAIper, Matches und Leads sowie Stages und Malls. Sie überträgt die Funktionen der mobilen Plattform auf den Arbeitsplatz am Computer.
Ergänzt wird das System durch Stages, auf denen Unternehmen digitale Veranstaltungen, Präsentationen oder Workshops durchführen können. Malls bilden Branchen- und Themenwelten, in denen Unternehmen zusammenkommen. Beide Formate erweitern das Matching um Möglichkeiten, Leistungen vorzustellen und fachlich miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Idee dahinter: Ein Unternehmen soll nicht zwischen einem digitalen Schaufenster, einer Veranstaltungsplattform und einer Kontaktliste wechseln müssen, um aus Aufmerksamkeit eine geschäftliche Verbindung zu entwickeln.
Kostenloser Einstieg, Geschäftskontakte über swipecoins
Die Registrierung und der eigene Unternehmens-Space werden kostenlos angeboten. Ein Empfehlungssystem soll den Aufbau der Plattform unterstützen: Wer weitere Unternehmen für einen Space gewinnt, kann dafür swipecoins erhalten.
Diese lassen sich innerhalb der Plattform beispielsweise einsetzen, um den Zugang zu vorgeschlagenen Leads freizuschalten – also zu potenziellen Geschäftskontakten. Der jeweilige Coin-Bedarf wird vor dem Kauf angezeigt. Zusätzlich sind kostenpflichtige Coin-Pakete vorgesehen. Kostenloser Einstieg und entgeltliche Zusatzleistungen sind damit voneinander zu unterscheiden. Für die Expansion verbindet das Modell zwei Ziele: neue Unternehmen auf die Plattform zu bringen und Empfehlungen mit einem unmittelbar nutzbaren Vorteil zu verknüpfen. Aus einer Einladung soll nicht nur zusätzliche Reichweite entstehen, sondern die Möglichkeit, selbst weitere Geschäftskontakte zu erschließen.
Zwei Wochen Expansion der besonderen Art bis zum Start am 1. Oktober
Auf die Berliner Vorstellung folgt nach Angaben des Unternehmens eine 14-tägige Expansionsphase. Bis zum 1. Oktober 2026 soll der Start für Unternehmen in Deutschland, Österreich, Schweiz und verbundene EU Länder vorbereitet werden. Dafür wurde eigens ein Rechenzentrum in Deutschland nach besten DSGVO Richtlinien errichtet. Die kostenlose Registrierung ist bereits geöffnet; auch die Website nennt den 1. Oktober als Launchtermin. „Jetzt ist die Phase, in der wir wachsen wollen, alle Unternehmer und Unternehmen sowie Führungskräfte haben die Chance, sich perfekt binnen weniger Sekunden kostenlos zu registrieren,“ so Josef Köppl. Für das Gründerteam beginnt damit die entscheidende Phase: Aus der Produktvorstellung muss die regelmäßige Nutzung im unternehmerischen Alltag werden. Der Maßstab dafür sollen nicht allein Registrierungen oder digitale Aufmerksamkeit sein. Schindler und Chaloupka nennen relevante Kontakte, Gespräche, Partnerschaften und daraus entstehendes Geschäft als die Größen, an denen sie den Erfolg messen wollen.
Ob sich LinkedIn tatsächlich warm anziehen muss, wird sich deshalb nicht auf einer Bühne entscheiden. Sondern dort, wo ein Unternehmen einen passenden Kunden findet, ein Gespräch beginnt und aus einem Kontakt ein Auftrag wird.
Mit diesem Anspruch ist swipecor in Berlin angetreten: nicht noch mehr Menschen miteinander zu verbinden, sondern die richtigen.
Pressekontakt:
Josef Köppl, CMO swipecor
+49 32 222 13 20-33
Original-Content von: swipecor GmbH, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots
