Bayerischer Energiepreis 2026 für Wasserstoffprojekt H2Direkt

München (ots) –

– Bayerischer Energiepreis 2026 für das gemeinsame Wasserstoffprojekt H2Direkt von Thüga, Energie Südbayern und Energienetze Bayern in der Kategorie „Energieforschung“.
– H2Direkt zeigt erstmals den sicheren Betrieb eines bestehenden Gasverteilnetzes mit 100 Prozent Wasserstoff.
– Das Projekt wird nach erfolgreicher Forschungsphase unter dem Namen H2Dahoam durch die Energie Südbayern-Unternehmensgruppe in den Regelbetrieb überführt.

Das Wasserstoffprojekt H2Direkt wurde mit dem Bayerischen Energiepreis 2026 in der Kategorie „Energieforschung“ ausgezeichnet. Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger überreichte die Auszeichnung am 8. Juli im Rahmen der feierlichen Preisverleihung in München.

H2Direkt startete 2023 als Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Leitprojekts TransHyDE. Dabei wurde im oberbayerischen Hohenwart erstmals ein bestehendes Erdgasnetz auf den Betrieb mit 100 Prozent Wasserstoff umgestellt. Seither versorgt das Netz zehn Haushalte und einen Gewerbekunden zuverlässig. Die Projektergebnisse leisten einen wichtigen Beitrag für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft und die Weiterentwicklung bestehender Gasinfrastrukturen.

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung des Bayerischen Energiepreises für unser gemeinsames Wasserstoffprojekt in Hohenwart mit Energie Südbayern und Energienetze Bayern. Das Projekt hat eindrucksvoll gezeigt, dass Wasserstoff im Wärmemarkt funktioniert. Seit mehr als zwei Jahren werden die angeschlossenen Wohnhäuser und Gewerbebetriebe zuverlässig mit Wasserstoff versorgt. Damit ist der Schritt vom Versuch in die Realität gelungen – und es steht eine weitere praxiserprobte Option für die Dekarbonisierung des Wärmemarkts zur Verfügung. Mein besonderer Dank gilt allen Projektbeteiligten sowie der Politik für die Unterstützung und Förderung dieses zukunftsweisenden Vorhabens“, so Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzender des Vorstandes der Thüga AG.

Die Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung von H2Direkt als wegweisendes Forschungs- und Demonstrationsprojekt. Die Erfahrungen aus Hohenwart zeigen, dass bestehende Gasverteilnetze eine wichtige Rolle für die Transformation der Energieversorgung übernehmen können.

Vom Forschungsprojekt in die Praxis

Mit dem Ende der Förderphase wurde aus dem Forschungsprojekt gelebte Praxis. Energie Südbayern und Energienetze Bayern führen das Projekt unter dem Namen H2Dahoam im Regelbetrieb weiter. Dabei kommen CE-zertifizierte Wasserstoffthermen der Firma Vaillant zum Einsatz und es wurden die deutschlandweit ersten Wasserstoff-Lieferverträge für Privatkunden abgeschlossen. Perspektivisch soll der in Hohenwart benötigte Wasserstoff ab 2027 direkt vor Ort erzeugt werden. Geplant sind ein Elektrolyseur, ein Wasserstoffspeicher sowie eine Photovoltaik-Freiflächenanlage. Ziel ist der Aufbau einer regionalen Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff.

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Quelle: ots