zeb-Firmenkundenstudie 9.0: Grüne Kredite und digitale Lösungen als Ertragschance für Deutschlands Banken

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Münster (ots) –

– Erträge aus Firmenkreditgeschäften wachsen dank Green Deal der EU bis 2025 um fast 30%
– Kunden fordern digitale Lösungen
– KMU-App von zeb als Prototyp realisiert

Der Umbau hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft, vorangetrieben durch den Green Deal der Europäischen Union, wird zu einem zentralen Wachstumsversprechen für Deutschlands Banken im Geschäft mit Firmenkunden. Wie die Experten von zeb in ihrer aktuellen Firmenkundenstudie berechnet haben, steigt das Ertragspotenzial in diesem Segment von aktuell ca. 35 Milliarden Euro (2020) bis zum Jahr 2025 um jährlich 4 % auf dann insgesamt ca. 43 Milliarden Euro – das entspricht einem Wachstum von nahezu 25 %. Am stärksten steigen die Erträge des Kreditgeschäfts (+30 %), während die Erträge aus Einlagen weiter schrumpfen und die Erträge aus Provisionen moderater zunehmen (+22 %). Damit entwickelt sich das Kreditgeschäft mit Unternehmen nach Ansicht der Studienautoren bis 2025 mit einem Anteil von dann 70 % zu dem entscheidenden Treiber für die Erträge von Deutschlands Firmenkundenbanken.

Dr. André Hasken, Senior Manager bei zeb, erläutert: „Der Green Deal der EU wirkt wie ein Turbo auf das Kreditgeschäft mit Firmenkunden. Grüne Kredite, die Firmen auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Wirtschaft unterstützen, werden für Deutschlands Banken zu einem boomenden Markt.“

Um an dieser Entwicklung erfolgreich zu partizipieren, müssen sich die Firmenkundenverantwortlichen in Deutschlands Banken klar positionieren und die bestehenden Chancen und Risiken konsequent adressieren. Die zwei chancenorientierten Kernfragestellungen lauten: Erstens – wie integriere ich ESG in die Kundenberatung, um die Firmenkunden weiterhin mit hohem Geschäftsmodellverständnis auf Augenhöhe zu beraten? Zweitens – wie berücksichtige ich ESG in den Kreditprozessen in Markt, Marktfolge und Risikosteuerung, ohne die in der Vergangenheit bereits erzielten Erfolge bzgl. Automatisierung und schneller Entscheidungsfähigkeit zu gefährden?

Die Autoren der Studie heben zudem die hohe Bedeutung der adäquaten ESGRisikosteuerung hervor. Die physischen und transitorischen Risiken müssen frühzeitig identifiziert und zielgerichtet gesteuert werden.

Dr. Bernd Liesenkötter, Senior Manager bei zeb, ergänzt: „Alle, die für das Firmenkundengeschäft verantwortlich sind, müssen sich die Frage stellen: Wie positioniere ich mich in Zeiten des nachhaltigen Wandels? Welche Risiken muss ich managen und welche Chancen für Wachstum bestehen in meinem Geschäftsgebiet?“

Digitalisierung im KMU-Geschäft als strategische Kernaufgabe

Als weitere strategische Kernaufgabe sieht zeb den Ausbau smarter, digitaler Geschäftsmodelle für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Drei Treiber pushen diese Notwendigkeit: Die Nachfrage der Unternehmen selbst, die kundenzentrierten Angebote einiger gut finanzierter FinTechs sowie der Druck etablierter Banken und Sparkassen, ihre Kosten zu senken und die Kundenbindung zu erhöhen.

Für die in der Studie fokussierten KMU-Kunden sollte eine digitale Plattform das Fundament bilden, die Beziehung zum Kunden sollte jedoch nicht am Front-End aufhören, sondern weiterhin durch eine persönliche Beratung ergänzt und vertieft werden. Darüber hinaus ermöglicht das digitale Fundament den Banken auch, über das eigentliche Banking hinauszugehen – und perspektivisch ein Ökosystem zu entwickeln, das die eigenen Angebote erweitert und die von Partnern miteinbezieht.

Die zeb-Experten verweisen in der aktuellen Studie erneut darauf, dass Banken die Möglichkeiten der Digitalisierung endlich konsequenter nutzen müssen, um keine Marktanteile zu verlieren und zukunftsfähig zu bleiben.

Dr. Jens Sträter, Partner bei zeb und Initiator der Firmenkundenstudie 9.0 bemerkt abschließend: „Wir sind der festen Überzeugung, dass digitales Banking im KMU-Segment für klassische Kreditinstitute profitabel bleiben kann. Es ist möglich, das komplexe Zusammenspiel von digitalen Services und persönlicher Beratung auf einer Plattform zu organisieren. Dies zeigt unsere umfassende Prototyp-App KMU-Business, mit der wir das KMU-Banking der Zukunft skizzieren und im Dialog mit unseren Kunden weiterentwickeln wollen.“

Als führende Strategie- und Managementberatung bietet zeb seit 1992 Transformationskompetenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Bereich Financial Services in Europa. In Deutschland unterhalten wir Büros in Frankfurt, Berlin, Hamburg, München und Münster (Hauptsitz). Internationale Standorte befinden sich in Amsterdam, Kiew, Kopenhagen, London, Luxemburg, Mailand, Moskau, Oslo, Stockholm, Warschau, Wien und Zürich. Zu unseren Kunden zählen neben europäischen Groß- und Privatbanken auch Regionalbanken und Versicherungen sowie Finanzintermediäre aller Art. Bereits mehrfach wurde unser Unternehmen in Branchenrankings als „Bester Berater“ der Finanzbranche klassifiziert und ausgezeichnet.

Pressekontakt:
Franz-Josef Reuter
Head of Public & International Affairs
Phone +49.251.97128.347
E-Mail Franz-Josef.Reuter@zeb.de
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Quelle: ots