zeb.CFO-Studie 2022: Bessere Datennutzung ermöglicht aktivere Rolle des CFOs in Banken

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Münster (ots) –

Gesamtstrategie kann aktiver mitgestaltet werden / Arbeitsumfeld noch weitgehend repetitiv und manuell bestimmt / Nutzung neuer Technologien wie Blockchain und Cloudcomputing unzureichend

Chief Financial Officer (CFO) führender Banken in Europa können eine aktivere Rolle in ihren Instituten einnehmen, um die Gesamtbankstrategie ihrer Institute unterstützend voranzutreiben und deren Umsetzung sicherzustellen. Dabei zeigen sie sich in einer aktuellen Studie von zeb überzeugt, dass eine verbesserte Nutzung von Daten der geeignete Schlüssel ist, dieses Ziel zu erreichen. Neben dem Einsatz neuer Technologien werden hierin die größten Potenziale zur Eröffnung von strategischen Freiräumen gesehen. Als Haupthindernis zur Erfüllung der strategischen Rollen sehen die CFOs eine Vielzahl täglicher Aufgaben, die immer noch manuell erledigt werden müssen, obwohl neue Technologien wie KI und maschinelles Lernen diese Vorgänge drastisch beschleunigen und vereinfachen können.

„CFOs europäischer Banken befassen sich immer intensiver mit dem Management ihrer Daten“, so Dr. Christian Buddendick, Senior Manager bei zeb und Mitautor der CFO-Studie. „Sie haben erkannt, dass die gezielte Analyse von Daten ihre eigene Rolle in den Instituten nachhaltig wandelt und strategisch bedeutsamer macht. Unsere aktuelle CFO-Studie zeigt, wie weit Banken-CFOs auf diesem Weg vorangekommen sind und welche Schritte notwendig sind, um den Datenschatz tatsächlich nachhaltig zu heben.“

Die Strategie- Management- und IT-Beratung zeb hat bis September 2022 in ihrer alljährlichen CFO-Studie die Rolle der Chief Financial Officer in Europas führenden Banken durch eine Befragung von relevanten Entscheidungsträgern untersucht. Im Kern zeigte sich, dass 57% der CFOs zurzeit die Gesamtstrategie ihrer Bank aktiv mitgestalten können, während 37% berichteten, dass sie nur punktuell in strategische Entscheidungen eingebunden seien. 67% gaben an, sich mehrheitlich mit traditionellen Aufgaben wie Planung und Prognose beschäftigen zu müssen, gefolgt vom externen und internen Reporting (50%). Für Strategieentwicklung und Business-Support, aus Sicht der CFOs überaus relevante Aufgaben, gaben die Studienteilnehmer an, nur wenig Zeit aufwenden zu können (23%), ebenso wie für das Management ihrer Daten (27%).

Dieser anhaltende Fokus auf klassische Alltagsaufgaben führt nach Ansicht der Studienautoren zu Frustration, da 77% der befragten CFOs genau wissen, dass durch den Einsatz neuer Technologien und die bessere Nutzung von Daten das volle strategische Potenzial ihrer Finance-Funktionen ausgeschöpft werden kann. Nahezu der gleiche Anteil (73%) bezeichnet ein verbessertes Prozessmanagement, das Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen nutzt, als weiteren Stellhebel zur Erschließung des Potenzials.

Katharina Krüger, Managerin bei zeb und Mitautorin der Studie: „Die meisten CFOs berichten, dass sie dem Datenmanagement und der Datenanalyse in den letzten Jahren mehr Zeit als in den Jahren zuvor widmen. Das zeigt aus unserer Sicht, wie deutlich das Thema inzwischen in den Fokus der CFOs gerückt ist.

Angesichts äußerst unsicherer wirtschaftlicher und geopolitischer Aussichten überrascht es nicht, dass zudem 80% der Befragten angeben, dass durch eine erhöhte Datenkompetenz Planung, Simulation und szenariobasierte Berechnungen deutlich verbessert werden können.“

Die Autoren weisen in der Studie ausdrücklich darauf hin, dass CFOs und ihre Teams technologisch bereits oft über die nötigen Voraussetzungen zur Analyse verfügen – einen integrierten Datenbestand. Dieser ermöglicht die Erstellung genauerer Prognosen auch vor dem Hintergrund unvorhergesehener Szenarien, wie aktuell z.B. die COVID-19-Pandemie oder den Krieg in der Ukraine, wobei 73% der Befragten sich einen höheren Automatisierungsgrad wünschen.

Erstaunlicherweise spielt das Cloud-Computing bisher eine deutlich geringere Rolle als von den Studienautoren erwartet. Lediglich 10% der Befragten gab an, dass dieses Thema eine wichtige Rolle bei den Aktivitäten der Finance-Funktion spielt. Ähnliches zeigte sich beim Thema Blockchain – lediglich 3% der CFOs sprachen diesem Thema derzeit eine relevante Rolle zu. Neben der gezielten Förderung einer umfassenden Datenkompetenz sehen die Studienverfasser hier einen zentralen Ansatzpunkt zur Nutzung der vorhandenen Potenziale.

Buddendick abschließend: „Unsere Studie zeigt, dass die effektive Nutzung der richtigen Daten für den Aufbau einer datengestützten CFO-Funktion von entscheidender Bedeutung ist. Vor diesem Hintergrund bilden die integrierte Datenspeicherung in der Cloud, klare fachliche Datenmodelle sowie schließlich der Einsatz von Advanced Analytics zentrale Grundlagen, um Daten zu analysieren und Trends und Verhaltensweisen besser vorhersagen zu können. Der Aufbau einer umfassenden Datenkompetenz im Sinne einer Data Literacy ist hierbei eine zentrale Herausforderung für die Finanzorganisation.“

Weiterführende Informationen zur zeb.CFO-Studie 2022 unter CFO-Studie 2022 | zeb (zeb-consulting.com) (https://zeb-consulting.com/de-DE/publikationen/cfo-studie-2022)

Als führende Strategie-, Management- und IT-Beratung bietet zeb seit 1992 Transformationskompetenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Bereich Financial Services in Europa. In Deutschland unterhalten wir Büros in Frankfurt, Berlin, Hamburg, München und Münster (Hauptsitz). Internationale Standorte befinden sich in Amsterdam, Kiew, London, Luxemburg, Mailand, Oslo, Stockholm, Warschau, Wien und Zürich. Zu unseren Kunden zählen neben europäischen Groß- und Privatbanken auch Regionalbanken und Versicherungen sowie Finanzintermediäre aller Art. Bereits mehrfach wurde unser Unternehmen in Branchenrankings als „Bester Berater“ der Finanzbranche klassifiziert und ausgezeichnet.

Pressekontakt:
Franz-Josef Reuter
Head of Public & International Affairs
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Quelle: ots