Schimmel und Feuchte im Neubau / Tipps zur Vermeidung und Beseitigung

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Köln/Kürten (ots) –

Nasse Keller, feuchte Außenwände, Schimmelpilzbefall: „Typisch Altbau“ denken viele Menschen. Dabei treten diese Probleme verstärkt auch in neugebauten Häusern auf. Gründe dafür sind u. a. kurze Bauzeiten und schlechte Ausführung. Aber auch falsches Nutzerverhalten der frischeingezogenen Bewohner begünstigt Schimmelschäden, die zu gesundheitlichen Problemen führen können.

Neubauten immer schneller fertig

Anders als früher können Bauherren heute meist schnell in ihr neues Traumhaus einziehen. Eine Bauzeit von nur einigen Monaten ist inzwischen üblich. „Das sehr schnelle Bauen mit nur kurzen Austrocknungszeiten hat allerdings auch das Problem von Feuchteschäden und Schimmelpilzbefall in neuen Häusern verschärft“, erläutert Dipl.-Ingenieur Thomas Molitor, stellvertretender Technischer Leiter des Sanierungsunternehmens ISOTEC. „Dabei ist zu bedenken, dass beispielsweise beim Bau eines Einfamilienhauses mehrere Tausend Liter Wasser eingebracht werden.“ Thomas Molitor empfiehlt den Bewohnern deshalb, in den ersten beiden Jahren die Baufeuchte regelrecht „rauszuwohnen“. Konkret heißt das: Verstärkt lüften und heizen, um die Baufeuchte abzuführen und das Haus zu trocknen. Technische Trocknungsmaßnahmen über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen noch vor Bezug der Häuser würden seiner Meinung nach hier sehr helfen, das Problem zu minimieren. Diese Maßnahme wird aber nur selten von Hausherstellern angeboten und durchgeführt.

Gebäude immer dichter

Judith Meider, Geschäftsführerin und Laborleiterin der auf Schimmelpilzbefall spezialisierten Urbanus GmbH, ergänzt, dass parallel zum immer schnelleren Bauen Gebäude heute auch immer dichter werden. Wie Experte Thomas Molitor betont deshalb auch sie, dass Neubauten heute noch mehr gelüftet werden müssen als früher – am besten mit Belüftungsanlagen oder wenigstens regelmäßigem Stoßlüften bei komplett geöffneten Fenstern. „Denn wenn beides zusammenkommt, der Bezug von Häusern mit noch starker Baufeuchte und unzureichendes Lüftungs- und Heizverhalten der Bewohner, ist der Schimmelpilzbefall vorprogrammiert“, so Judith Meider.

Besonders tückisch ist, dass der Schimmel oft hinter Verschalungen und Vertäfelungen, insbesondere in Küche und Bad zu mittleren bis großen Schimmelschäden führen kann. Bleibt der Befall unentdeckt, drohen gesundheitliche Probleme für die Bewohner bis hin zu allergischen Reaktionen bis hin zu Asthma.

Feuchtigkeits- und Schimmelschäden im Neubau sanieren

Und was tun, wenn der Neubau tatsächlich feucht bleibt und Schimmelpilz auftritt? „Durch spezielle Verfahren der Gebäudeabdichtung und Schimmelpilzbeseitigung lassen sich die Ursachen und Folgen der verschiedenen Feuchteprobleme auch nachträglich punktgenau beseitigen“, betont Dipl.-Ingenieur Thomas Molitor von ISOTEC. Bei einer Vor-Ort-Analyse ermitteln Profis die genauen Ursachen der Feuchte- und Schimmelschäden, um diese gezielt zu beseitigen. „Außen- und Innenabdichtung gegen seitlich aus dem Erdreich eindringende Feuchtigkeit, eine professionelle Schimmelschadenbeseitigung und andere zertifizierte Verfahren sorgen dann dafür, dass der Traum vom neuen Eigenheim nicht zum Albtraum wird.“

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Quelle: ots