OHB-Chef Marco Fuchs: „Wir müssen mehr Lust auf Innovation in der Gesellschaft wecken“

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Bremen (ots) – Marco Fuchs, Inhaber und Vorstandsvorsitzender des Raumfahrtunternehmens OHB SE, warnt davor, dass Deutschland seine Stellung als führender Innovationsstandort verlieren könnte. Er fordert wieder mehr Anstrengungen, um Lust auf Innovation zu erzeugen. „Forschung und Entwicklung sind die Grundlagen von Wohlstand und Fortschritt. Deshalb ist es so entscheidend, dass wir in der ganzen Gesellschaft die Lust auf Innovation wecken“, schreibt Fuchs in seiner Kolumne „Space Encounter“, die auf der Webseite seines Unternehmens veröffentlicht wird. „Und da habe ich den Eindruck, dass wir in Deutschland noch viel mehr Bewusstsein dafür schaffen müssen. Wir müssen dafür werben, dass wir fasziniert sein müssen vom Fortschritt, von der Innovation, wie das etwa in Ländern wie den USA oder China der Fall ist.“

Innovationen, schreibt der Unternehmer, der auch Mitglied im Wissenschaftsrat ist, weiter, seien für eine Gesellschaft und eine Volkswirtschaft überlebenswichtig. Das habe als erster der österreichische Ökonom Joseph Schumpeter festgestellt. „In seinem Standardwerk der Wirtschaftswissenschaften „Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung“ erklärte er im Jahr 1911, dass Neuerungen nicht nur aus ökonomischem Eigennutz entwickelt werden, sondern auch aus Freude am Gestalten. Ein innovativer Unternehmer wird laut Schumpeter durch seine Innovation zu einem Monopolisten. Meist reagieren Konkurrenten damit, die geniale Erfindung schnell nachzuahmen oder sie zu verbessern und damit zu übertrumpfen. Schumpeter beschrieb damit das Wechselspiel aus Innovation und Imitation als eine zentrale Triebkraft des Wettbewerbs – und damit des Fortschritts und dem damit einhergehenden Wohlstand.“

Ein Geheimnis von Innovationsfähigkeit bestehe darin, dass Unternehmen die Kompetenz und Kreativität ihrer Belegschaft wertschätzten und begünstigten. „Denn diese Kreativität fördert regelmäßig innovative Lösungen zutage – Lösungen, die dann dazu eingesetzt werden können, einen zusätzlichen Nutzen für die Gesellschaft zu schaffen“, so Fuchs. Im besten Fall führe die Innovation für die Firma dazu, dass sie damit eine Marktlücke besetze oder gar einen neuen Markt schaffe, den es zuvor noch nicht gegeben hat. „Bei Schumpeter hieß dieser Vorgang „schöpferische Zerstörung“. Auslöser für die schöpferische Zerstörung sind Innovationen, die von den Unternehmern mit dem Ziel vorangetrieben werden, sich auf dem Markt durchzusetzen. Heute nennen wir diesen Prozess Disruption. Und es gibt genug mahnende Beispiele, was mit einer Firma passiert, wenn sie es verpasst, mit den Innovationen auf ihrem Markt mitzuhalten“, schreibt der Raumfahrtunternehmer.

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Günther Hörbst
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Quelle: ots