Neue Authentizitäts-Studie zeigt: kein Engagement ohne gelebte Werte im Job / Studie entschlüsselt Einflussfaktoren für Authentizität im Job und Wechselwirkungen zwischen Engagement und Kultur

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Gmund bei München (ots) –

Für über 90 Prozent und damit einer überragenden Mehrheit der über 1.000 Befragten aus unterschiedlichen Branchen, Unternehmensgrößen und Hierarchiestufen ist Authentizität am Arbeitsplatz sehr wichtig. Das zeigen die Ergebnisse der repräsentativen Studie „To be or not to be … me.“ der ComTeamGroup. Dabei zeichnet sich ab, dass die Menschen in Zukunft nicht mehr (nur) zum Abarbeiten ins Büro gehen, sondern das Office vor Ort zu einem gemeinsamen Kommunikationsraum wird. Welche Bedeutung Authentizität im Arbeitsalltag für die StudienteilnehmerInnen hat und was Unternehmen und Führungskräfte konkret tun können, um authentisches Verhalten zu fördern, zeigen die Studienergebnisse.

In der Arbeitswelt ist Authentizität ein bedeutender Erfolgsfaktor. Die Ergebnisse der Studie „To be or not to be … me.“ des Consulting- und Trainingsunternehmens ComTeam zeigen: Für die große Mehrheit der 1.166 Befragten ist Authentizität am Arbeitsplatz (sehr) wichtig. Die Motivationen dahinter lassen sich in vier Themenbereiche clustern: Jede/r Zweite gab das eigene Wertesystem (46 Prozent) an, darauf folgen Wohlbefinden und Gesundheit (27 Prozent), Zusammenarbeit und Führung (16 Prozent) sowie Leistung und Potenzial (11 Prozent).

Authentizität fördert Engagement, Commitment und Work-Life-Balance

Der Zusammenhang zwischen dem Gefühl, sich authentisch verhalten zu können und dem Engagement der Befragten ist sehr deutlich ausgeprägt und damit eines der wichtigsten Ergebnisse. Denn StudienteilnehmerInnen, deren Engagement hoch ist, identifizieren sich auch wesentlich stärker mit ihrer Organisation und erleben entschieden weniger Konflikte zwischen der Arbeit und dem Privatleben. Gerade in Zeiten von vermehrter Distanz-Arbeit durch die Pandemie stellt diese Erkenntnis einen wertvollen Einblick in den Gemütszustand von Millionen Menschen im Homeoffice dar und bietet Ansatzpunkte, um Leistungsfähigkeit und Bindung an den Arbeitgeber trotz eingeschränkter persönlicher Kontaktmöglichkeiten zu erhalten und sogar zu stärken.

Entgrenzung hat positive und – mitunter deutlich – negative Einflüsse auf Authentizität

Die vorliegende Studie gibt zudem einen differenzierten und aufschlussreichen Einblick in das Thema Entgrenzung. Steigt die zeitlich-räumliche Flexibilität der Befragten, erleben sie sich authentischer. Geschieht die Entgrenzung aber in Bezug auf Informationsprozesse und Entscheidungswege, sieht die Sache anders aus, denn dann nimmt die Selbstentfremdung zu. Ein Verschwimmen sozialer Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben hat ein verstärktes Gefühl der Beeinflussung durch andere zur Folge: Mitarbeitende und Führungskräfte können sich dann nicht mehr so leicht von den persönlichen Belangen der ArbeitskollegInnen abgrenzen. Die verschiedenen Einflüsse der Entgrenzung haben wiederum, wie die Studienergebnisse klar zeigen, Auswirkungen auf die produktivitätsrelevanten Faktoren für Unternehmen: Engagement, Commitment und Work-Family-Konflikte.

Führungskräfte spüren die Wirkung von Entgrenzung auf allen Ebenen

Egal, welche Form der Entgrenzung betrachtet wird: Führungskräfte sind davon besonders betroffen. Ihr authentisches Verhalten wird schwächer, während das Gefühl der Selbstentfremdung, die Beeinflussung durch andere und die Work-Life-Konflikte zunehmen. Diese Daten begründen sich aus verschiedenen Herausforderungen für Führungskräfte, die unter anderem in erschwerter Informationsweitergabe an Mitarbeitende bestehen und andererseits in der eigenen Position, durch Entgrenzung schwerer an ebendiese Informationen zu kommen.

Ein realistisches Szenario: „Wir gehen in Zukunft nicht mehr zum Arbeiten ins Büro“

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass das Büro der Zukunft nicht mehr vorrangig als Arbeitsstätte im Sinne eines Abarbeitens von Aufgaben zu verstehen ist, denn die räumlich-zeitliche Flexibilität schätzen Befragte sehr.

ComTeamGroup-Studienleiter Dr. Daniel Putz erklärt:

„Vielmehr könnte das Büro Sinnbild für einen gemeinsamen Kommunikationsraum für gemeinsam getragene Entscheidungen, den Austausch von Neuigkeiten und die Pflege sozialer Beziehungen mit KollegInnen werden. Authentisch arbeiten bedeutet dann: Ich kann orts- und zeitunabhängig arbeiten, übe aber Tätigkeiten, die koordinierte Abstimmungen erfordern, nur an bestimmten Orten, zu gewissen Zeiten und mit definierten KollegInnen gemeinsam aus. ArbeitsPLATZgestaltung wird damit in Zukunft vielmehr zur ZUSAMMENarbeitsgestaltung.“

Die gesamte ComTeam Studie zu Authentizität im Job „To be or not be … me.“, angereichert mit Handlungsempfehlungen für Führungskräfte, finden Sie hier (https://comteamgroup.com/de/news-services/comteam-studien/comteam-studie-2021-to-be-or-not-to-be-me/) zum freien Download.

Pressekontakt:
ComTeam AG
Eva Zebisch
Tel.: +49 (0) 8022 966619
E-Mail: e.zebisch@comteamgroup.comROTWAND Digitale PR GmbH
Anton Martic
Tel.: +49 (0)89 7167223-10
E-Mail: anton.martic@rotwand.net
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Quelle: ots