Freiwilliges Handwerker-Jahr – Experte verrät, wie man mit der neuen Maßnahme gegen den Fachkräftemangel ankommt

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Münster (ots) –

Bereits vor der Corona-Pandemie fehlten dem Handwerk mehr als 250.000 Angestellte – und die Lage hat sich seither nur verschlechtert. Lange Wartezeiten und erhöhte Preise sind die Folgen für Kunden. Abhilfe soll jetzt das freiwillige Handwerker-Jahr schaffen – das fordern viele Experten, denn so soll der Nachwuchs wieder für den Beruf begeistert werden.

„Freiwillige Dienste sind angesehen – und sorgen dafür, dass junge Menschen wieder mit dem Beruf in Kontakt kommen. Hier entsteht eine große Chance für das Handwerk, wenn man es jetzt richtig einsetzt“, erklärt Sven Schöpker, Unternehmensberater für Handwerksbetriebe. Gerne verrät er in diesem Gastbeitrag, wie effektiv die neue Maßnahme für Handwerksbetriebe sein kann.

Viel mehr als ein Praktikum: das freiwillige Jahr im Handwerk

Selbstverständlich gibt es für junge Menschen schon lange die Möglichkeit, auch im Handwerk ein Jahrespraktikum zu machen. Viele Jugendliche haben aber schon durch Schulpraktika die Erfahrung gemacht, dass sie in einem kurzen Praktikum nur wenig spannende Aufgaben und Anerkennung erwartet.

In einem, freiwilligen Jahr im Handwerk können junge Menschen über den längeren Zeitraum von 12 Monaten erleben, was das Handwerk ausmacht. Sie werden mit abwechslungsreicheren Aufgaben betraut, werden gebraucht und können einen Sinn im Arbeitsleben finden. „Ein politisch und gesellschaftlich forciertes freiwilliges Jahr im Handwerk würde den Stellenwert des Berufes und der Ausbildung massiv erhöhen“, schätzt Sven Schöpker die Lage ein. Allerdings müssten nach Meinung des Experten auch die Handwerksbetriebe selber etwas dafür tun, die Option für den Nachwuchs attraktiv zu machen.

Motivation durch Wertschätzung

Wichtig ist, dass die Betriebe den Freiwilligen sinnstiftende Aufgaben übertragen, anstatt sie nur als Handlanger einzusetzen. Denn das würde das Gegenteil des gewollten Effektes erzielen: Junge Menschen wollen mehr, als die Werkstatt zu fegen und das Lager aufzuräumen. Sie möchten die Erfahrung machen, dass ihre Arbeit wichtig ist und dass es sich lohnt, Fachkenntnisse zu erwerben – denn dann warten spannende Aufgaben und eigenverantwortliches Arbeiten in anspruchsvollen Jobs.

„Auf lange Sicht ist es für Unternehmen existenziell wichtig, einen Ausbildungsplan zu entwickeln und in die Ausbildung der Nachwuchskräfte zu investieren“, erklärt Sven Schöpker. Das freiwillige Jahr im Handwerk ist der optimale Schritt, um rechtzeitig junge Kräfte für einen Beruf im Handwerk zu begeistern.

Über Sven Schöpker:

Sven Schöpker ist ein Multitalent. Als Gründer des Architektur- und Handwerksunternehmens Raumfabrik an den drei Standorten Münster, Düsseldorf und Norderney, hat der 44-Jährige es mit ihr zur Marktführerschaft in einer lukrativen Nische geschafft. Sie führt Renovierungsprojekte mit derzeit 15 Architekten und rund 40 Handwerksunternehmen durch. Der gelernte Handwerker und studierte Betriebswirt gibt nach dem Modell „aus der Praxis für die Praxis“ seine Expertise im gesamten deutschsprachigen Raum weiter. Mit der „Mission starkes Handwerk“ gilt er heute als die Nummer eins für Handwerker, die erfolgreicher werden wollen. Weitere Informationen unter: https://www.missionstarkeshandwerk.de/ (https://www.missiongeileshandwerk.de/)

Pressekontakt:
Mission starkes Handwerk
Hafenweg 24a
48155 Münster
www.missionstarkeshandwerk.deAndrea Niemann
a.niemann@raumfabrik.de
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Quelle: ots