forsa-Studie: Vor allem Frauen sind für nachhaltige Geldanlagen empfänglich / Waldinvestments für ein Viertel der Deutschen Favorit beim Klimaschutz

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Hamburg (ots) –

Frauen interessieren sich zwar generell weniger als Männer für Geldanlagen (32% zu 52%) und haben auch seltener von „nachhaltigen Geldanlagen“ gehört oder gelesen (61% zu 69%). Doch wenn ihnen das Thema „nachhaltige Geldanlagen“ geläufig ist, dann sind es vor allem sie, die sich persönlich näher damit befassen (49% Frauen zu 45% Männer) und diese Anlageform auch aktiv für sich nutzen (29% zu 28%). Das sind Ergebnisse einer aktuellen forsa-Umfrage im Auftrag der Klimaschutzgenossenschaft The Generation Forest. Die Studie zeigt auch: Unter den „nachhaltigen Geldanlagen“ präferieren 25 Prozent der Deutschen den Verwendungszweck „Urwald-Rettung“.

Frauen bevorzugen Investitionen mit einer positiven Wirkung auf Gesellschaft und Umwelt. Das lässt sich aus einer repräsentativen forsa-Studie zum Geldanlageverhalten der Deutschen herauslesen. Noch reizt das Thema Geldanlagen im Allgemeinen zwar den weiblichen Teil der Bevölkerung deutlich weniger als den männlichen: Nur 32 Prozent der Frauen sagen, dass sie sehr stark oder eher stark daran interessiert seien, während 52 Prozent der Männer das von sich behaupten. Doch unter den Frauen, die wissen, dass es Geldanlagen gibt, die auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sind, fühlt sich fast die Hälfte davon dann auch sehr stark oder eher stark angesprochen (49%). Unter den Männern, die nachhaltige Geldanlagen kennen, sind es lediglich 45 Prozent.

Fast jede(r) sechste Deutsche hat nachhaltige Investments im Portfolio

Insgesamt haben 18 Prozent der Frauen und 19 Prozent der Männer bereits in nachhaltige Geldanlagen investiert, also fast Gleichstand. Angesichts dessen, dass elf Prozent der Frauen angeben, gar nicht zu sparen beziehungsweise kein Geld anzulegen, und diese Aussage nur auf sechs Prozent der Männer zutrifft, lässt sich folgern, dass es den Frauen ein größeres Anliegen ist als Männern, dass ihre Investments einen guten Zweck verfolgen und beispielsweise eine positive Wirkung auf das Klima und die Gesellschaft haben. „Wer Geld nachhaltig anlegt, übernimmt Verantwortung für seine Mitmenschen“ – davon sind 77 Prozent der Frauen, denen diese Investments bekannt sind, überzeugt (Männer: 69%).

Innovationen und Urwälder sind die präferierten Verwendungszwecke

Wenn die Befragten bestimmen könnten, zu welchem Zweck ihr nachhaltig angelegtes Geld im Hinblick auf Klimaschutz genutzt werden sollte, dann würden sich die meisten (45%) für die Entwicklung klimafreundlicher Technologien und Innovationen entscheiden. Ein Viertel (25%) haben die Rettung der durch Abholzung gefährdeten Urwälder im Fokus. Elf Prozent würden wollen, dass ihr Investment dem Schutz bedrohter Tierarten zugutekommt. Weniger als jeder Zehnte würde sich für lokale indigene Gemeinschaften einsetzen (7%), und lediglich fünf Prozent ist es wichtig, dass mit ihrer Anlage ihr eigener CO2- Fußabdruck kompensiert wird.

„Die Ergebnisse der Umfrage machen deutlich, dass immer mehr Menschen sich dessen bewusst sind, dass sie mit ihrem Geld Positives bewirken können“, sagt Oliver Jacobs, Geschäftsführer der Hamburger Klimaschutzgenossenschaft The Generation Forest und Initiator der forsa-Studie. „Obwohl Frauen insgesamt seltener investieren als Männer, sind sie bei nachhaltigen Geldanlagen mit ihnen auf Augenhöhe. Sie sind wählerischer, denken langfristiger als Männer und legen mehr Wert darauf, mit ihrem Investment Gutes zu tun. Das wird auch durch unsere Mitgliederumfragen bestätigt, die wir regelmäßig durchführen.“

Dem Wald einen Wert geben

Die Genossenschaft The Generation Forest pflanzt permanente Generationenwälder im tropischen Panama als effektive Klimaschutzmaßnahme. Das bedeutet: widerstandsfähige Ökosysteme statt einzelner Bäume oder Monokulturplantagen. Die nachhaltige Bewirtschaftung und die Vermarktung von fairem Tropenholz verschaffen den Wäldern einen ökonomischen Wert. Ihnen wird nur vereinzelt zertifiziertes Holz entnommen, sodass sie über viele Generationen erhalten bleiben. Die Generationenwälder bilden für die mittlerweile rund 5.700 Mitglieder der Genossenschaft Gemeinschaftseigentum. Erwirtschaftete Gewinne werden als grüne Rendite an die Mitglieder ausgezahlt und finanzieren die fortwährende Aufforstung, Pflege und den Schutz der Wälder.

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The Generation Forest eG
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Quelle: ots