Das Rückspiegel-Syndrom / Was kommt nach dem Höhenflug?

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Itzehoe (ots) –

Unterwegs am Steuer eines Autos – und dabei nur in den Rückspiegel schauen? Keine gute Idee. Dasselbe gilt für Geldanlagen, aber: „In der Finanzwelt ist dieses Verhalten an der Tagesordnung“, sagt Jörg Wiechmann, Geschäftsführer des Itzehoer Aktien Clubs (IAC). Und das bedeutet für Anleger oft hohe Verluste.

Erstes Beispiel: Japan in den 1980er Jahren. Die Aktienkurse versechsfachten sich nahezu, zum Ende des Jahrzehnts waren japanische Wertpapiere der Renner unter Anlegern weltweit, so Wiechmann. Dann endete der Höhenflug, noch heute stünden Japan-Aktien rund 20 Prozent unter dem damaligen Wert: „Das Steuern ihrer Depots durch den Blick in den Rückspiegel bescherte Japan-Anlegern somit einen Crash“, sagt der IAC-Geschäftsführer.

Der Lerneffekt blieb aus, wie weitere Beispiele zeigen. Europäische Aktien liefen in den 1990er Jahren hervorragend, dann folgte ein jahrelanger Niedergang. Noch heute lägen sie, gemessen am Euro-Stoxx 50, rund 25 Prozent unter ihren alten Höchstständen, so Wiechmann. Dasselbe wiederholte sich in den 2000er Jahren mit Aktien aus den Schwellenländern.

Und heute? Der Wert von US-Aktien habe sich in den vergangenen zehn Jahren vervierfacht. Auf den fahrenden Zug seien viele Anleger erst spät aufgesprungen – „viele Fonds-Anleger vermutlich sogar, ohne es zu merken“, sagt Wiechmann. Denn wer kenne schon die US-Quote in seinen Fonds? Nur auf vergangene Gewinne zu schauen, könne leider zu einer schmerzhaften Erkenntnis führen: „Ein Portfolio lässt sich nicht allein durch den Blick in den Rückspiegel erfolgreich in die Zukunft steuern.“

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Quelle: ots