Bilanz 2021: WIBank-Neugeschäft steigt leicht auf 3,4 Mrd. Euro

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Offenbach am Main (ots) –

– Bilanzsumme wächst weiter auf 26,5 Mrd. Euro
– WIBank fördert digitale und nachhaltige Transformation von Kommunen und Unternehmen
– Kommunale Breitbandförderung mehr als verdreifacht
– Förderung im Mietwohnungsbau erhöht sich massiv
– Während Bedarf an coronabedingten WIBank-Förderungen abnimmt, steigt Nachfrage nach regulärer Wirtschaftsförderung deutlich

Im Geschäftsjahr 2021 konnte die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) ihr Neugeschäftsvolumen von rund 3,2 Mrd. Euro auf 3,4 Mrd. Euro erhöhen. Auch die Bilanzsumme ist um rund 600 Mio. Euro auf 26,5 Mrd. Euro gestiegen. „Die aktuellen Herausforderungen zeigen erneut, wie wichtig eine gut funktionierende Förderbank ist. Die hessische Wirtschaft, die Kommunen und die Bürgerinnen und Bürger können sich darauf verlassen, dass die WIBank gemeinsam mit dem Land Hessen alles daransetzt, bedarfsgerechte Förderangebote zeitnah zur Verfügung zu stellen“, so Thomas Groß, Vorstandsvorsitzender der Helaba, anlässlich der Bilanzpressekonferenz der WIBank. „Die Ereignisse der letzten Monate und Wochen machen deutlich, wie wichtig es ist, schnell und adäquat auf neue Entwicklungen und Rahmenbedingungen reagieren zu können. Die Notwendigkeit, mit hoher Geschwindigkeit und Priorität innovative Veränderungen zu unserer Zukunftssicherung voranzutreiben, liegt auf der Hand, denken wir nur an Themen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit“, so Gottfried Milde, Sprecher der WIBank-Geschäftsleitung. „Mit unseren Angeboten unterstützen wir Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen dabei, diese großen Transformationsthemen aktiv voranzutreiben. Die Förderung von Digitalisierungsvorhaben oder Elektromobilität sind hierfür ebenso gute Beispiele wie die Unterstützung der hessischen Start-up-Szene, die für die Transformation der Wirtschaft von großer Bedeutung ist“, fügt er hinzu.

Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir ergänzt: „Unsere Wirtschaft steht vor elementaren strukturellen Herausforderungen, wie wir sie seit Jahrzehnten nicht erlebt haben. Die aktuellen Krisen – die Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine – haben massive Auswirkungen auf Lieferketten, Energie- und Rohstoffpreise sowie wirtschaftliche Stabilität. Hinzu kommt die große Aufgabe, die Betriebe im Übergang zum klimafreundlichen Wirtschaften zu begleiten und dafür zu sorgen, dass Hessen lebenswert bleibt. Wir tun das mit zahlreichen Förderprogrammen, etwa zur Unterstützung der Wirtschaft oder deutlich besseren Konditionen bei der Förderung bezahlbaren Wohnraums. Hier haben wir mit der WIBank eine verlässliche und erfolgreiche Partnerin an der Seite, das hat die Corona-Pandemie noch einmal gezeigt. Damit sehen wir uns gewappnet für die Bewältigung der aktuellen Ukraine-Krise, die uns noch stark fordern wird. Darum prüfen wir gemeinsam mit der WIBank, wie wir entsprechende Hilfen für Unternehmen auf den Weg bringen können.“

Die Erhöhung des Neugeschäftsvolumens gegenüber dem von Corona-Hilfsmaßnahmen geprägten Vorjahr um 200 Mio. Euro resultiert vor allem aus erheblich gestiegenen Bewilligungen im Mietwohnungs- und Städtebau, aus erhöhten Infrastrukturfinanzierungen und einer höheren Breitbandförderung. Die beiden Geschäftsfelder bauen & wohnen sowie bilden & beschäftigen weisen im Geschäftsjahr 2021 mit einem Plus von rund 293 Mio. Euro und rund 24 Mio. Euro den größten Anstieg beim Neugeschäft auf. Der Anstieg im Geschäftsfeld bilden & beschäftigen ist auf die Umsetzung des REACT-EU-Maßnahmenpakets zur Unterstützung der Krisenbewältigung im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie zurückzuführen. Die Entwicklung in den vier Geschäftsfeldern der WIBank stellte sich folgendermaßen dar:

versorgen & modernisieren

Auf das Geschäftsfeld versorgen & modernisieren entfällt mit 1.953,2 Mio. Euro ein Anteil am Neugeschäft von gut 59 Prozent. Auch wenn das Neugeschäft im Vergleich zum Vorjahr nur leicht gestiegen ist (2020: 1.924,2 Mio. Euro), stellt es unverändert das volumenstärkste Fördersegment der WIBank dar. Wesentliche Treiber für diese positive Geschäftsentwicklung waren insbesondere ein weiterhin hohes Fördervolumen für kommunale Infrastrukturinvestitionen, die Auszahlung pandemie-bedingter staatlicher Zuschüsse für Krankenhäuser sowie größere Refinanzierungen von Investitionen in den Öffentlichen Personennahverkehr.

Den hessischen Kliniken wurden für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Jahr 2021 insgesamt 814,1 Mio. Euro ausgezahlt (2020: 1.073,7 Mio. Euro). Auf unmittelbare Ausgleichszahlungen für Einnahmeausfälle bzw. Mehrkosten aufgrund der Behandlung von COVID-19-Patienten entfielen dabei mit 374,0 Mio. Euro etwa halb so viele Mittel wie im vorangegangenen Geschäftsjahr (2020: 769,7 Mio. Euro). Demgegenüber wuchs die pauschale Förderung von Klinikinvestitionen aus Landesmitteln von 273,1 Mio. Euro im Jahr 2020 auf 407,8 Mio. Euro im Jahr 2021 an. Landesverbürgte Krankenhausdarlehen für Sanierungs-, Modernisierungs- und Neubaumaßnahmen wurden in Höhe von 32,3 Mio. Euro in vergleichbarer Höhe zum Vorjahr (2020: 30,9 Mio. Euro) bewilligt.

Abseits der Förderung von Krankenhäusern bildet die Finanzierung von kommunalen Investitionsvorhaben mit rund 1.022 Mio. Euro weiterhin den zentralen Betätigungsbereich im Geschäftsfeld versorgen & modernisieren. Darin enthalten ist auch die Förderung des Breitbandausbaus von Kommunen und kommunalnahen Unternehmen, die sich auf 123,2 Mio. Euro mehr als verdreifacht hat (2020: 36,5 Mio. Euro).

Außerdem lag auch 2021 wieder ein besonderer Schwerpunkt auf der Schulsektor-Förderung, inkl. Kindertagesstätten. Hier wurden 163,5 Mio. Euro bewilligt (2020: 161,5 Mio. Euro).

Für die Finanzierung des Öffentlicher Personennahverkehrs in Hessen wurden von der WIBank Darlehensmittel in Höhe von insgesamt rund 297 Mio. Euro zugesagt.

bauen & wohnen

Das Geschäftsfeld bauen & wohnen hat 2021 rund 21 Prozent des Neugeschäfts auf sich vereint. Das Neugeschäftsvolumen lag mit 717,9 Mio. Euro fast 70 Prozent über dem Vorjahreswert von 424,4 Mio. Euro. Dies ist im Wesentlichen auf gestiegene Darlehen und Zuschüsse im Mietwohnungsbau zurückzuführen, insbesondere weil Förderrichtlinien im sozialen Mitwohnungsbau an die Marktbedürfnisse angepasst wurden. So wurden etwa die Finanzierungszuschüsse und Darlehensbeträge deutlich erhöht sowie die Darlehenszinssätze durch den neugeschaffenen Zinszuschuss des Landes für die gesamte Bindungsdauer auf null Prozent gesenkt.

In der Mietwohnungsbauförderung wurde im Jahr 2021 mit Bewilligungen von insgesamt 484,8 Mio. Euro das Vorjahresergebnis (2020: 223,3 Mio. Euro) mehr als verdoppelt. Davon entfielen 403,2 Mio. Euro auf Kredite, 81,6 Mio. Euro auf Zuschüsse und 11,3 Mio. Euro auf Bürgschaften des Landes Hessen.

Die Förderung im Teilbereich Sozialer Mietwohnungsbau (Kredite und Zuschüsse) hat sich auf insgesamt 262,0 Mio. Euro gegenüber 118,2 Mio. Euro im vorangegangenen Berichtsjahr ebenfalls mehr als verdoppelt. Es entfielen 213,6 Mio. Euro auf die allgemeine Neubauförderung, 3,8 Mio. Euro auf die Modernisierungsförderung, 26,3 Mio. Euro auf das Studentische Wohnen, 2,1 Mio. Euro auf das Programm KIP-Wohnraum und 16,2 Mio. Euro auf den Ankauf von Belegungsrechten.

Auch bei der Zusage von KfW- und Förderergänzungskrediten im Mietwohnungsbau haben sich die Bewilligungen mit 222,8 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (2020: 105,1 Mio. Euro) mehr als verdoppelt.

In der klassischen Städtebauförderung (Bund-Länder-Programme) wurden im Jahr 2021 Zuschüsse in Höhe von 111,2 Mio. Euro für 149 Fördergebiete / Förderprojekte bewilligt (2020: 128,4 Mio. Euro für 153 Fördergebiete / Förderprojekte).

In der energetischen Modernisierung kommunaler Nichtwohngebäude wurden 32 Projekte durch Zuschüsse mit einem Volumen von 9,2 Mio. Euro und damit mehr Mittel als im Vorjahr (2020: 32 Projekte mit 5,5 Mio. Euro) bewilligt. Im Programm für kommunale Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen wurden im Berichtsjahr 74 Vorhaben mit einem Zuschussvolumen von 5,8 Mio. Euro und damit auch mehr als im vorherigen Berichtsjahr (2020: 66 Vorhaben mit 5,3 Mio. Euro) bewilligt.

gründen & wachsen

Das Neugeschäftsvolumen im Geschäftsfeld gründen & wachsen ist 2021 von 852,1 Mio. Euro auf 665 Mio. Euro zurückgegangen und hat sich damit auf Vor-Krisenniveau eingependelt. Der Rückgang resultiert aus einer gesunkenen Nachfrage nach Corona-Hilfsprogrammen der WIBank. Im Geschäftsfeld gründen & wachsen kommen sowohl die klassischen Elemente der Wirtschaftsförderung, wie Darlehen, Bürgschaften und Beteiligungen als auch die Gewährung bzw. Weiterleitung von Mitteln u.a. aus den europäischen Fonds zur Wirtschaftsförderung zum Einsatz.

Die Corona-Pandemie hat die Aktivitäten im Darlehens- und Bürgschaftsgeschäft des Geschäftsfeldes gründen & wachsen 2021 weiterhin stark geprägt. So wurden die sehr kurzfristig nach Eintritt der Pandemie eingeführten Fördermöglichkeiten mehrfach verlängert und an die sich verändernden Bedingungen angepasst. „Auch im Jahr 2021 haben wir wieder alles darangesetzt, die hessischen Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre durch die Corona-Krise verursachte angespannte Liquiditätssituation zu verbessern und damit ihre Existenz zu sichern. Auch wenn die Pandemie noch immer nicht überstanden ist, beobachten wir, dass die Nachfrage nach unseren übrigen Wirtschaftsförderprodukten, wie Beteiligungen, Gründungs- und Wachstumsfinanzierung oder auch unserem klassischen Existenzgründungsdarlehen, wieder merklich gestiegen ist“, so Dr. Michael Reckhard, Mitglied der WIBank-Geschäftsleitung. Und weiter: „Es wird zunehmend deutlich, dass die Transformation der Wirtschaft unter den Aspekten Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Resilienz enorm an Bedeutung gewinnt und unser Geschäft prägen wird. Die WIBank steht auch bei diesen Zukunftsthemen den Unternehmen zuverlässig zur Seite.“

Mit dem Förderprodukt Hessen-Mikroliquidität können Unternehmen mit maximal 50 Mitarbeitenden und Soloselbständige ohne Einbindung einer Hausbank durch die Corona-Krise entstandene Liquiditäts- bzw. Betriebsmittelbedarfe finanzieren. Obwohl das Programm weiterhin nachgefragt wird, ist die Neugeschäftsentwicklung im Vergleich zum ersten Pandemiejahr stark rückläufig. Dies ist unter anderem auf die neben der Soforthilfe eingeführten Überbrückungshilfen als weitere Zuschussmöglichkeiten zurückzuführen. Bis zum 31.12.2021 wurden 1.080 Anträge mit einem Volumen von rund 30,2 Mio. Euro zugesagt (2020: 7.562 Anträge, 221,4 Mio. Euro).

Bei dem klassischen Existenzgründungsdarlehen Hessen-Mikrodarlehen stieg das Bewilligungsvolumen im Geschäftsjahr 2021 im Vergleich zum pandemiebedingt eher schwachen Vorjahr um mehr als 50 Prozent auf rund 2,0 Mio. Euro für 69 Anträge an und entspricht damit dem Vor-Corona-Niveau. Die Anzahl der eingereichten Anträge war insbesondere ab dem zweiten Halbjahr 2021 bedeutend höher als im ersten Halbjahr.

Auch die Nachfrage nach dem weiteren Kriseninterventionsprogramm Liquiditätshilfe für kleine und mittlere Unternehmen in Hessen für Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitenden fiel im Vergleich zum Vorjahr, vorwiegend ab der zweiten Jahreshälfte, deutlich geringer aus. 2021 wurden insgesamt 22 Anträge mit einem Volumen von rund 5,2 Mio. Euro zugesagt (2020: 115 Anträge, 15 Mio.).

Die Antrags- und Bewilligungszahlen im Programm Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen (GuW) sind gegenüber 2020 gestiegen. Insbesondere ab dem zweiten Halbjahr 2021 verzeichnete die WIBank eine verstärkte Nachfrage, was in diesem Programm zu einem Gesamtbewilligungsvolumen von 145,5 Mio. Euro geführt hat (2020: 107,1 Mio.).

Das Beteiligungsgeschäft der WIBank, das von der Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen mbH (BM H) umgesetzt wird, entwickelte sich 2021 weiter positiv. Während im Jahr 2020 die Nachfrage nach Liquidität stark stieg, waren hessische Unternehmen 2021 wieder verstärkt auf der Suche nach Gründungs-, Innovations- und Wachstumsfinanzierungen. Die Anfragen für die Corona-Hilfen in Form von Liquiditätsbeteiligungen gingen in der zweiten Jahreshälfte 2021 zurück. Insgesamt wurden einschließlich Mikromezzaninkapital 75 Beteiligungen bewilligt (2020 waren es 76), wobei das bewilligte Gesamtvolumen mit 22,3 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau von 28,9 Mio. Euro lag.

Erwähnenswert ist außerdem die 10 Mio. schwere Aufstockung der Beteiligungsfonds Hessen Kapital III seitens des Landes Hessen durch das REACT-EU-Förderprogramm, die vor allem Gründenden und jungen Unternehmen in der Seed-Phase zugutekommen soll.

Auch die Landwirtschaftsförderung in Hessen wird von der WIBank umgesetzt. 2021 flossen mehr als 324 Mio. Euro Förderung an hessische Landwirtinnen und Landwirte (2020: 305 Mio. Euro).

bilden & beschäftigen

Im Geschäftsfeld bilden & beschäftigen wurden im Jahr 2021 insgesamt 832 Bewilligungen mit einem Neugeschäftsvolumen von 65,8 Mio. Euro ausgesprochen (2020: 42,1 Mio. Euro), was einem Anstieg von 56,3 Prozent entspricht. Hier werden Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und Landesmittel eingesetzt. Die sehr deutliche Erhöhung ist zum überwiegenden Teil auf die Förderung von REACT-EU-Maßnahmen zurückzuführen. Hierbei werden EU-Mittel zur „Unterstützung der Krisenbewältigung im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie und ihrer sozialen Folgen und der Vorbereitung einer grünen, digitalen und stabilen Erholung der Wirtschaft“ eingesetzt.

Dies erklärt die stark gestiegenen Bewilligungen im Bereich der sozialen Inklusion, in die 33,8 Mio. Euro flossen, im Vergleich zu 12,3 Mio. in 2020. Programme zur Bildung und Qualifizierung wurden mit 32,0 Mio. (2020: 29,7 Mio. Euro) bezuschusst.

In der Strukturfondsförderung gilt es auch im Jahr 2022, neue Herausforderungen zu bewältigen: Während einerseits die Förderungen aus der Periode 2014-2020 auslaufen, ist die Förderperiode 2021-2027 bereits in vollem Gange. Zu deren Vorbereitung gehörten u.a. das neu eingeführte WIBank-Kundenportal, die Anpassung und Optimierung der IT-Infrastruktur und die Erarbeitung der neuen wesentlichen Förderbedingungen in enger Abstimmung mit dem Land Hessen. Mitte des Jahres 2022 wird die Förderung von Vorhaben der neuen Förderperiode beginnen.

Ertragslage

Die wesentlichen Ertragskomponenten der WIBank, bestehend aus Zins- und Provisionsergebnis, sind im Geschäftsjahr 2021 um 12,7 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 129,4 Mio. Euro angestiegen.

Das Zinsergebnis der WIBank ist die wichtigste Ertragskomponente. Es beträgt im Geschäftsjahr 2021 71,1 Mio. Euro, inkl. Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen, und liegt damit auf dem Vorjahresniveau.

Auch das Provisionsergebnis als zweite bedeutende Ertragskomponente lag mit 58,3 Mio. Euro spürbar über dem Vorjahreswert von 45,7 Mio. Euro. Es besteht vor allem aus der Vergütung von erbrachten bzw. erstatteten Dienstleistungen im Rahmen der Übernahme von hoheitlichen Aufgaben für das Land Hessen sowie aus den Verwaltungskostenbeiträgen für die Treuhandkredite. Grund für die deutliche Steigerung des Provisionsergebnisses ist die kurzfristige Aufstockung der noch laufenden EU-Förderperiode durch die EU-REACT-Mittel und die parallele Vorbereitung der neuen Förderperiode 2021-2027.

Claudia Hillenherms, Mitglied der WIBank-Geschäftsleitung, kommentiert das WIBank-Ergebnis so: „Mit der Steigerung der Bilanzsumme auf 26,5 Mrd. Euro und den stabilen und gut diversifizierten Erträgen blicken wir zufrieden auf eine sehr solide Entwicklung der WIBank-Ergebnisse. Das verdanken wir in erster Linie unseren Mitarbeitenden, die in einer anhaltenden Ausnahmesituation auch 2021 wieder vollen Einsatz gezeigt haben. Dafür gebührt ihnen unsere Anerkennung und ausdrücklicher Dank.“

Die Verwaltungsaufwendungen für die WIBank betragen 82,1 Mio. Euro und sind damit im Vergleich zum Vorjahr um 8,4 Mio. Euro angestiegen. Dieser Anstieg resultiert aus dem Zuwachs der Personalaufwendungen (+5,3 Mio. Euro) und der Sachaufwendungen (+3,1 Mio. Euro); letztere wegen des Einsatzes von externen Beschäftigten zur Abfederung der zusätzlichen Aufgaben. Der Personalbedarf hat sich vor allem infolge der Corona-Sonderprogramme aber auch wegen der überlappenden EU-Förderperioden abermals deutlich erhöht.

Der Jahresüberschuss beträgt nach 18,6 Mio. Euro in 2020 16,6 Mio. Euro in 2021. „Damit bewegt sich das Ergebnis 2021 auf dem Niveau der vergangenen Jahre und stellt damit auch in unsicheren Zeiten weiterhin eine solide Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung der monetären Förderpolitik des Landes Hessen dar“, so Hillenherms abschließend.

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Claudia Ungeheuer
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Quelle: ots